Quelle: FLVW.de
Auf dem Inklusionsstaffeltag 2026 gab es jede Menge Impulse für die eigene Vereinsarbeit.
15 Vereine, jede Menge Infos – das war der Inklusionsstaffeltag 2026. Die Veranstaltung hat sich als Plattform für Austausch, Weiterbildung und gemeinsame Weiterentwicklung inklusiver Sportangebote im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) etabliert.
Ziel des Staffeltages war es, die inklusive Ausrichtung im Sport weiter zu stärken und die Qualität der Turnierformate kontinuierlich zu verbessern. Seit mehr als einem Jahrzehnt richtet der FLVW zusammen mit seinen Vereinen inklusive Fußballfeste aus, ein Baustein der Inklusionsarbeit. Ein weitere zentraler Programmpunkt war der Beitrag von Felicitas Wesselsmann von der Kindernothilfe. In ihrem Vortrag beleuchtete sie den Sinn und Zweck von Kinderschutzkonzepten – insbesondere im Kontext der Inklusion.Sie machte deutlich, dass inklusive Angebote besondere Verantwortung mit sich bringen, da hier häufig Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen zusammentreffen. Kinderschutzkonzepte seien daher ein unverzichtbares Instrument, um:
- sichere Rahmenbedingungen zu gewährleisten
- Sensibilität und Handlungssicherheit bei Trainer*innen zu fördern
- klare Strukturen und Verantwortlichkeiten zu definieren
Erlebnis vor Ergebnis
Im weiteren Verlauf wurde gemeinsam eine Rückschau auf die bisherigen Turniere vorgenommen. Dabei wurden sowohl positive Erfahrungen als auch Herausforderungen benannt: die hohe Motivation und Begeisterung der teilnehmenden Mannschaften auf der einen Seite und auf der anderen der bestehender Verbesserungsbedarf in Organisation und Kommunikation. Die Reflexion diente als Grundlage für die Weiterentwicklung zukünftiger Turniere und angedachter unterschiedlicher Turnierformate.Mit Blick auf die kommenden Turniere wurde erneut das Leitmotiv „Erlebnis vor Ergebnis“ bekräftigt. Dieses steht im Zentrum der inklusiven Sportarbeit und soll auch weiterhin handlungsleitend bleiben. Gerade für Mannschaften und Trainer*innen, die nur sporadisch oder erstmalig teilnehmen, ist dieses Prinzip von besonderer Bedeutung. Es schafft einen niedrigschwelligen Einstieg und Raum für positive Erfahrungen unabhängig vom sportlichen Erfolg. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass dieses Motto konsequent in allen Turnieren verankert bleiben soll.

Vizepräsidentin Marianne Finke-Holtz bei der Begrüßung der Vereinsvertreter*innen.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden außerdem allgemeine Informationen zur Sepp-Herberger-Stiftung vorgestellt. Dabei wurden insbesondere die Qualifizierungsmöglichkeiten, Projektformate sowie das Engagement der Stiftung im Bereich Inklusion thematisiert. Den Abschluss des sporttheoretischen Teils für Trainer*innen gestaltete Maik Wessels. In seiner Einheit vermittelte er praxisnahe Ansätze und theoretische Grundlagen für die Trainingsgestaltung im inklusiven Kontext. „Das war klasse. Viele Übungen lassen sich direkt in den Trainingsalltag integrieren. Das war besonders wertvoll“, so Dennis Zachewicz von RW St. Vit.
Und auch die für Inklusion zuständige Vizepräsidentin Marianne Finke-Holtz, die ebenfalls am Staffeltag teilnahm, war begeistert. Sie lobte den Mix aus fachlichem Input, zukunftsorientierter Planung und Austausch untereinander. "Die Impulse des Tages werden dazu beitragen, die Qualität der zukünftigen Turniere weiter zu stärken und die inklusive Sportarbeit nachhaltig auszubauen", so Finke-Holtz.

