Quelle: FLVW-Kreis Lippstadt
Die neue Vertrauensperson für das TIN*Spielrecht im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW), Jan Sindern, war vor wenigen Tagen zu Gast in der FLVW-Kreisgeschäftsstelle Lippstadt und stellte sich zahlreichen Fragen.
Insgesamt kamen in der vergangenen Woche Vereinsvertreter*innen von acht Soester und Lippstädter Fußballvereinen zusammen. Eingeladen waren alle Clubs, die eine Frauen- und/oder Mädchenmannschaft im Verein haben. Die Gesprächsrunde fand in dieser Form das vierte Jahr in Folge statt, doch in diesem Jahr stand ein ganz besonderes Thema im Fokus: Das TIN*-Spielrecht, also das Spielrecht für trans-, inter- und nicht-binäre Personen.„In den vergangenen Jahren sind bei unseren Vereinen dazu Fragen aufgekommen und die wollten wir nicht unbeantwortet lassen", sagt Lisa Rogozinski, Staffelleiterin der Frauen-Kreisliga A Lippstadt/Soest. Daraufhin lud die Arbeitsgruppe, die sich seit ein paar Jahren mit dem Frauen- und Mädchenfußball in den beiden Kreisen beschäftigt, die noch recht neue TIN*-Vertrauensperson Jan Sindern nach Lippstadt ein.
Viele Vereinsverantwortliche, Spielerinnen und Trainer*innen folgten der Einladung zur vierten Gesprächsrunde in die FLVW-Geschäftsstelle nach Lippstadt. Mit dabei war ebenfalls die AG Frauen- und Mädchenfußball der beiden Kreise, Kreisvorsitzender Jürgen Niggemeyer und FLVW-Vizepräsidentin Marianne Finke-Holtz.

Jan Sindern spielt bei Westfalia Dortmund [Foto: Marcel Schwering].
„Ihr dürft mich alles fragen", sagte Jan Sindern direkt zum Einstieg – und das taten die Anwesenden. Egal ob Spielerin, Vorstand oder Trainer*in – sie lauschten gespannt den Antworten und Erfahrungsberichten von Jan Sindern. Alle mussten allerdings feststellen, wie schwierig in diesem Thema eine einheitliche und gerechte Reglung lauten könnte – denn der DFB sieht den Inklusionsgedanken im Vordergrund, sodass die Personen ihre Mannschaft noch frei wählen können, bis sie selbst die Transition als abgeschlossen betrachten.
Auch die Vizepräsidentin und Vorsitzende der Kommission Frauenfußball des FLVW, Marianne Finke-Holtz, wollte sich den Abend nicht entgehen lassen. „Das war heute eine tolle Möglichkeit für Jan, seine Tätigkeit und sein Engagement vorzustellen, damit er bekannt wird und mit den betroffenen Personen in den Austausch kommen kann.“
Jan Sindern agiert als Vertrauensperson für alle TIN*-Personen im FLVW, aber auch für Vereine, die sich zu diesem Thema informierenn oder Fehlverhalten melden wollen. Der Kreisvorsitzende Jürgen Niggemeyer und die veranstaltende AG zogen ein durchweg gutes Fazit. Und auch die Vereine ließen am Ende noch reichlich positives Feedback da.

