Quelle: Holger Jacoby
Peter Wolf ist im Alter von 65 Jahren gestorben.
Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) trauert um seinen Vizepräsidenten Peter Wolf, der nach langer, schwerer Krankheit gestorben ist. Der Lüdenscheider kümmerte sich mehr als 15 Jahre um die Finanzen des Verbandes.
Fassungslosigkeit und viele sehr traurige Gesichter – nicht nur am Sitz des Verbandes im SportCentrum Kaiserau. Auch in den FLVW-Kreisen ist die Trauer groß. Kaum jemand hatte damit gerechnet, obwohl Peter Wolf seit Jahren gegen eine aggressive Krankheit gekämpft hatte. Er ließ sich nie unterkriegen, gewann zahlreiche Schlachten gegen die Krankheit und in der ganzen Zeit ließ er den FLVW nie im Stich.Auch aus dem Krankenhaus nahm er an den Präsidiumssitzungen teil. Wenn er nicht selbst nach Kaiserau fahren konnte, sprang seine Frau als Fahrerin ein. „Er war ein Kämpfer, ein Mutmacher und ein Vorbild, der seine ihm auf dem Verbandstag erneut übertragene Verantwortung ernst nahm. Einer, der auch während oder trotz seiner Krankheit für die Vereine, die Ehrenamtlichen und seine Kolleg*innen im Präsidium da sein wollte“, sagt FLVW-Präsident Manfred Schnieders.
Funktionärskarriere startet im FLVW-Kreis Lüdenscheid
Genauso wie er gegen seine Krankheit gekämpft hat, kämpfte er Jahrzehnte für die Belange der westfälischen Vereine. Er war Kreisvorsitzender in Lüdenscheid und 16 Jahre Vizepräsident Finanzen im FLVW. Keine leichte Aufgabe in Zeiten von Corona, Energiekrise oder Ukraine-Krieg. Peter Wolf überzeugte durch sein Fachwissen und durch seine Innovationen. So war er beteiligt an der Idee einer App zur Nachverfolgung während der Corona-Epidemie. Auch die App zur Abrechnung von Reisekosten, um die den FLVW viele Landesverbände beneiden, war sein Verdienst.
Auf dem Verbandstag des FLVW im vergangenen Jahr wurde Peter Wolf als Vizepräsident Finanzen wiedergewählt und von DFB-Präsident Bernd Neuendorf mit der DFB-Verdienstnadel ausgezeichnet [Foto: H. Jacoby].
Er übernahm Verantwortung im Westdeutschen Fußballverband (WDFV), als Beisitzer im Präsidium und im Beirat. Er war 13 Jahre lang Mitglied der Kommission Steuern und Abgaben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und darüber hinaus auch im Prüfungsausschuss des Dachverbandes. Das bedeutete viel Zeit, noch mehr Vorbereitung und sicherlich auch viele Nerven, die er bei seinen verantwortungsvollen Aufgaben gelassen hat. Denn unvorbereitet war Peter Wolf nie. Egal, ob es um den Haushalt oder um die Akquise von Gelder der Landesregierung bzw. von Stiftungen ging – er konnte erklären, verdeutlichen und wusste immer ganz genau, mit wem er reden musste.
"Kämpfer, Mutmacher, Vorbild"
Das Präsidium ist tief betroffen. „Ich will mir eine Präsidiumssitzung ohne Peter gar nicht vorstellen“, so FLVW-Präsident Manfred Schnieders. „Wir haben Jahrzehnte die Belange des FLVW mitbestimmt – vertrauensvoll, auch oft kontrovers diskutiert, aber immer an einem Strang ziehend.“ Aber Peter Wolf war nicht nur Herr der Zahlen und Hochrechnungen. Er interessierte sich für Menschen, hörte zu. Er merkte sich die Geschichten und Sorgen, die ihm erzählt wurden, und fragte nach, auch Wochen später noch. Er half, wo er konnte – egal ob Mitarbeitender im FLVW oder Vereinsmitglied.
Und er war großer Italien-Liebhaber. Viele Reisen unternahm er mit seiner Frau dorthin. Auch seine letzte ging noch einmal in sein Lieblingsland. „Unsere Gedanken sind bei seiner Britta und allen, die ihm nahestanden“, sagt Schnieders. „Lieber Peter, grazie per il tuo lavoro!“ – Danke für deine Arbeit.
Die Beerdigung wird im engsten Familienkreis stattfinden. Von Besuchen, Blumen- oder Kranzspenden bittet die Familie abzusehen.
[FLVW.de]

