Quelle: FLVW
Bernhard Bußmann nahm in Düsseldorf zahlreiche Siegerehrungen vor und freute sich über die hervorragenden Leistungend er westfälischen Mehrkämpferinnen und Mehrkämpfer.
Einen deutlichen Aufschwung gegenüber den Vorjahren verzeichneten die westfälischen Mehrkämpferinnen und Mehrkämpfer am Wochenende bei den westfälischen Mehrkampfmeisterschaften, die zusammen mit den Titelkämpfen des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein (LVN) in Düsseldorf ausgetragen wurden. Sage und schreibe 16 Athletinnen und Athleten aus dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) schafften bei diesen Meisterschaften die Normen für die deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Hannover und unterstrichen damit, dass der Mehrkampf im Bereich des FLVW besser dasteht als in den vergangenen Jahren.
„Mein besonderer Dank geht dabei an den LV Nordrhein, der es ermöglicht hatte, dass wir unsere Mehrkampfmeisterschaften in Düsseldorf austragen konnten, wobei die äußeren Rahmenbedingungen mit dem Stadion und der daneben liegenden Leichtathletikhalle zu den guten Leistungen beitrugen“, freute sich der Vorsitzende des Verbands-Leichtathletik-Ausschusses, Bernhard Bußmann, über die starken Leistungen der westfälischen Aktiven.
Keilmann und Co. lösen Fahrkarte für Hannover
Bei den Frauen im Siebenkampf holte sich Carina Keilmann (USC Bochum), eine über viele Jahre erfahrene Mehrkämpferin, in einem packenden Finale erst mit dem abschließenden 800m-Lauf in 2:22,44 min noch den Titel mit 5.233 Punkten (DM-Norm) vor Sarina Brockmann (LG Bünde-Löhne), die bei ihren 5.190 Punkten (DM-Norm) besonders mit 24,98 Sekunden über 200 m und 35,19 m im Speerwurf überzeugen konnte. Auch Marie Hellmann (LG Brillux Münster) auf Rang drei mit 4.766 Punkten qualifizierte sich noch für Hannover.In der weiblichen Jugend U20 sicherte sich Johanna Czeranka (TV Werne) mit 4.410 Punkten im Siebenkampf die DM-Norm und holte sich damit verdient den Westfalentitel vor Mia Vollmer (LAZ Soest) mit 4.296 Punkten. Richtig spannend wurde es im Siebenkampf der weiblichen Jugend U18, als die nach fünf Disziplinen führende Franziska Baumhäkel (LG Olympia Dortmund) am Ende mit Rang drei mit 4.469 Punkten vorliebnehmen musste. Mit ihren starken Speerwürfen und dem abschließenden 800-Meter-Lauf konnten die vielseitige Matilda Seibert (TV Gladbeck) als Siegerin mit 4.640 Punkten und die nach langer Verletzung wieder in Form kommende Charlotte Görz (4.593 Punkte), jeweils mit DM-Norm, noch an der LGO-Athletin vorbeiziehen. Mit ihren Punktzahlen nehmen sie derzeit im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) die Plätze acht bzw. neun ein. Erstklassige 14,16 Sek. über 100 Meter Hürden konnte Thalia Rabe (TV Gladbeck), die Vierte im Siebenkampf mit 4.427 Punkten wurde, gleich zum Auftakt des Mehrkampfes verbuchen.
Rafael Hesse überbietet 5.000-Punkte-Marke
Bei der W15 ging der Westfalentitel im Siebenkampf an Greta Spieß (LG Lippe-Süd) mit der DM-Norm von 3.607 Punkten vor Kira Krönert (LC Siegerland / 3.574 Punkte) und Lina Kampmann (LAC Veltins Hochsauerland / 3.574 Pkt). In der Altersklasse W14 lag im Siebenkampf Olivia Altmann (SuS Oberaden) mit 3.423 Punkten (derzeit Rang acht im DLV) vor Gerta Luisa Karsten (LAZ Soest / 3.415 Pkt.), die im Hochsprung mit 1,68 m überzeugte, und Efi Siggemann (LG Bünde-Löhne / 3.403 Punkte).Überlegen präsentierte sich Rafael Hesse (LAZ Soest) im Neunkampf der M15, als er mit 5.164 Punkten nicht nur als einziger Athlet die 5.000-Punkte-Marke überbot, sondern auch klar die DM-Norm übertraf. Mit seiner Punktzahl nimmt er sogar Rang vier im DLV ein. Der Vizetitel ging an Julius Carl Lucas (LAC Veltins Hochsauerland / 4.877 Punkte) vor Carlo Zacheddu (TV Werne / 4.780 Punkte). In Düsseldorf konnte sich in der M14 Lukas Bruns (TSG Reken), der bereits in der Hallensaison überzeugen konnte, den Titel mit der DM-Norm von 4.753 Punkten sichern, Rang zwei ging an Michel Bottin (LAZ Soest) mit 4.628 Punkten (DM-Norm). Beide lieferten sich dabei ein spannendes Duell im Diskuswerfen, als Bottin mit 39,29 m knapp vor Bruns mit 39,23 m lag. Beide westfälischen Athleten könnten auch bei der DM in Hannover eine gute Rolle spielen, haben sie doch in Düsseldorf die Führung in der DLV-Bestenliste mit Rang eins (Bruns) und zwei (Bottin) übernommen.
Die starke Mehrkampfgruppe vom TSV Hagen stellte im Zehnkampf der männlichen Jugend U20 mit Felix Schneider (5.923 Punkten) und Michel Gleim (5.811 Punkten) die beiden Erstplatzierten. Ihre Punktzahlen reichten zudem für die Fahrkarte nach Hannover. Ben Grade (DJK Arminia Ibbenbüren) sicherte sich Rang drei mit 5.352 Punkten.
Westfälischer Mehrkampf auf gutem Weg
Mehr als 300 Punkte Vorsprung als Westfalenmeister der U18 im Zehnkampf hatte Max Wolgast (LG Brillux Münster) mit 6.253 Punkten (DM-Norm), wobei er besonders mit 4,60 m im Stabhochsprung zahlreiche Punkte sammeln konnte. Julius Schepeler (LG Olympia Dortmund) schaffte als Zweiter mit 5.921 Punkten ebenfalls noch die Norm für Hannover.In der „Königsdisziplin“ der Männer hatte am Ende Jonas Burgmann (LC Paderborn) mit 6.490 Punkten nach zehn Disziplinen den Westfalentitel sicher, wobei seine 46,63 m im Diskuswerfen herausragten. Er schaffte damit ebenso locker die DM-Norm wie der Zweitplatzierte Jan Ollech (USC Bochum) mit 6.241 Punkten, der im Stabhochsprung für einen Zehnkämpfer beachtliche 4,80 m erreichte. Rang drei in der Westfalenwertung ging an Nils Horstmeier (LG Brillux Münster) mit 5.313 Punkten.
Die westfälischen Athletinnen und Athleten durften am Ende von zwei langen Tagen mit ihren Trainer*innen zufrieden die Heimreise antreten, zeigten sie doch in Düsseldorf, dass der Mehrkampf im Bereich des FLVW sich wieder auf einem guten Weg befindet.
[Bernhard Bußmann]
