Quelle: Aleks Czapla
Für die Höhenflüge sorgten die neue deutsche U16-Meisterin Alissa Reiter (Stabhochsprungverein Horn-Bad Meinberg-Lippe) sowie zahlreiche weitere westfälische Talente, die sich hervorragend bei den Titelkämpfen in Wattenscheid präsentierten.
Am Ende eines erneut langen Meisterschafts-Wochenendes strahlten die Verantwortlichen – trotz langer Tage und hochsommerlichen Temperaturen – mit der Sonne um die Wette. Denn: Bei den deutschen U16- und U20-Meisterschaften in Wattenscheid haben die Leichtathletik-Talente aus dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) abgeliefert. Zum wiederholten Mal.
Bereits vor rund einer Woche bei der DM der U18 und U23 an gleicher Stelle hatten die westfälischen Athletinnen und Athleten 20 Medaillen gewinnen können. Exakt die gleiche Ausbeute steuerte die U16 (mehr) und U20 (mehr) eine Woche später bei – darunter gleich fünf DM-Titel.„Damit sind wir sehr, sehr zufrieden“, konstatierte Hubert Funke. Insgesamt 52 Top-8-Platzierungen von diesem Wochenende kann der im FLVW zuständige Sportwart vermelden. Der FLVW belegt damit im Vergleich den dritten Rang aller 19 Landesverbände – knapp hinter dem Verband aus Sachsen (55) sowie Spitzenreiter Bayern (76); und vor dem Nordrhein (49) und Württemberg (41).
"Große Lust auf leistungsorientierte Förderung"
Die Erfolge verteilen sich dabei auf 23 verschiedene westfälische Vereine, auf beide Altersklassen (U16 und U20) und beide Geschlechter. „Ein Beleg für die Breite der Nachwuchsarbeit im Verband“, so Funke. Ein Aspekt, den auch der Leitende Landestrainer im FLVW, Sebastian Nowak, hervorhob: „Wir sehen, dass auch in den kleineren Vereinen eine große Lust auf leistungsorientierte Förderung herrscht und die Trainerinnen und Trainer sehr erfolgreich arbeiten“.
Dreispringerin Kira Krönert (goldgas Talent-Team) vom CLV Siegerland holte den DM-Titel nach Südwestfalen [Foto: Iris Hensel].
Beispiele gab es an diesem Wochenende genug. Der CLV Siegerland (mit U16-Dreispringerin Kira Krönert), der Stabhochsprungverein Horn-Bad Meinberg-Lippe (mit U16-Stabhochspringerin Alissa Reiter) und der TV Friesen Telgte (mit U16-Weitspringerin Hannah Knüfer) dürfen für das Jahr 2026 je einen DM-Titel in der Vereinschronik hinzufügen. Die Wattenscheider U20-Talente Alvin Mawumba (200 Meter) und Favour Adesokan (Diskus) sorgten für die weiteren Goldmedaillen aus westfälischer Sicht.
Mit der LG Olympia Dortmund, der LG Brillux Münster, der LG Kindelsberg Kreuztal, dem LAZ Soest, der LG Lippe Süd, dem SuS Oberaden, dem BTW Bünde sowie dem LAC Veltins Hochsauerland verteilen sich die Silber- und Bronzeplaketten auf gleich acht weitere Vereine.
Erfolgreiche Arbeit in vielen Vereinen
Doch nicht nur sportlich, auch organisatorisch lief es „rund“ für den FLVW. Als ausrichtender Landesverband hatten die zahlreichen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den zweimal drei Meisterschafts-Tagen allerhand zu tun. „Ich kann nur lobende Worte für all die vielen Menschen aussprechen, die für Top-Rahmenbedingungen an beiden Meisterschafts-Wochenenden gesorgt haben – angefangen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Geschäftsstelle, über die Kampfrichterinnen und Kampfrichter, bis hin zu den vielen Volunteers, die uns die Arbeit vielfach erleichtern“, sagte Bernhard Bußmann, bei dem als als Vorsitzender des Verbands-Leichtathletik-Ausschusses (VLA) zusammen mit Vizepräsident Peter Westermann die Fäden zusammenlaufen.
Doppelt hält besser: Wattenscheids U20-Sprinter Alvin Mawumba holte Bronze über 100 Meter und Gold über 200 Meter [Foto: Aleks Czapla].
„Jetzt heißt es für alle aber erst einmal kurz durchschnaufen und Kräfte sammeln für das große Abschluss-Highlight“, spielt Bußmann auf den 25. & 26. Juli an. Dann nämlich kämpfen die Aktiven im Wattenscheider Lohrheidestadion um die DM-Titel und Podestplätze.

