Quelle: Michael Messmann (@erebagilus)
Jubel bei Arminia Bielefeld: Die Elf von Trainerin Annabel Jäger zieht nach zwei Jahren wieder ins Finale um den Westfalenpokal ein
Der DSC Arminia Bielefeld und der FC Schalke 04 stehen im diesjährigen Endspiel um den Westfalenpokal der Frauen. Beide Teams haben an Ostermontag den Finaleinzug perfekt gemacht. Vor allem die Schalker Frauen lieferten bei ihrem Gastspiel in Ostwestfalen einen wahren Pokal-Wahnsinn.
Beim Regionalligisten FSV Gütersloh gingen die Gäste in der 65. Minute in Front, als eine Hereingabe von Dana Salic unglücklich für FSV-Keeperin Leah Blome im Kasten landete. Die Schalker Führung war zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Überlegenheit und dem Chancen-Plus verdient – der zweite Treffer und die mögliche Vorentscheidung wollte indes nicht fallen. Stattdessen warfen die tapfer aufspielenden Hausherrinnen in der Nachspielzeit alles nach vorne – und wurden belohnt, als Friederike Ladage den von der Latte abgeprallten Ball über die Linie bugsierte – das 1:1 in der siebten (!) Minute der Nachspielzeit.
Pokal-Wahnsinn in der Nachspielzeit
Als alles nach einer Entscheidung im Elfmeterschießen aussah, nutze der Westfalenliga-Erste den Gütersloher Jubel-Taumel mit dem letzten Angriff des Spiels, den Pia Beyer in der 90. + 8. Minute zum 2:1-Schlusspunkt vollendete. Abpfiff, Riesen-Euphorie bei Königsblau und der erneute Finaleinzug für die Gelsenkirchenerinnen.
Hart umkämpft bis in die Nachspielzeit: Das Duell zwischen Gütersloh und Schalke [Foto: FC Schalke 04].Im Endspiel – Termin und Ort sind noch offen – trifft die Elf von Trainer Stefan Colmsee auf den DSC Arminia Bielefeld. Der Regionalliga-Dritte löste seine Halbfinal-Aufgabe beim IGA 2027-Landesligisten TuS Wadersloh souverän mit 3:0 (2:0). Leonora Ejupi (35.) gegen ihren Ex-Verein und Maren Allmeroth kurz vor dem Pausenpfiff (45.) sorgten in Hälfte eins für die Vorentscheidung. Spätestens als Emelie Klingen drei Minuten nach Wiederanpfiff zum 3:0-Endstand erhöhte, war der Finaleinzug der Arminia-Frauen perfekt.
Dort standen die Ostwestfälinnen zuletzt 2024, als sie sich knapp mit 4:5 nach Elfmeterschießen der DJK Wacker Mecklenbeck geschlagen geben mussten. Wiederum ein Jahr zuvor konnten die Bielefelderinnen in der heimischen Edimedien-Arena dank eines 4:0 über den VfL Bochum zum bislang einzigen Mal den Frauen-Westfalenpokal gewinnen. „Wir freuen uns sehr über den Finaleinzug. Das war unser klares Ziel. Der Sieg hätte heute durchaus auch höher ausfallen können“, sagte Trainerin Annabel Jäger nach Abpfiff gegenüber arminia.de. Der diesjährige Konkurrent konnte bereits im vergangenen Jahr Endspiel-Luft schnuppern – der Derby-Finale bei Borussia Dortmund ging 2025 indes mit 0:2 verloren.
