Quelle: Reinaldo Coddou (picture-alliance/DFB)
Der SC Preußen Lengerich holte sich am Wochenende die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin.
Ein Wochenende voller Emotionen: Leidenschaft und Spaß, Frust und Ehrgeiz. All das war bei den Deutschen Meisterschaften im Ü-Fußball am vergangenen Wochenende im Berliner Olympiapark zu spüren. Zahlreiche intensive Duelle sorgten für ein abwechslungsreiches Fußballwochenende. Auch aus dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) waren zwei Teams am Start.
Für den ganz großen Coup hat es aus westfälischer Sicht nicht gereicht. Mit dem SC Westfalia Herne konnte ein Team aus dem FLVW die Bronzemedaille in der Ü40-Konkurrenz gewinnen. Die Ruhrpottler gewannen ein Duell (5:1 gegen den VfR Frankenthal), spielten einmal Unentschieden (2:2 gegen den SSV Jeddeloh II) und kassierten je eine Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg (0:2) und den souveränen Turniersieger Hertha BSC (1:5).Die „Oldies“ des SC Preußen Lengerich landeten in der Altersklasse der Ü50-Kicker ebenfalls auf Rang drei. Dabei wurde das Team aus dem FLVW-Kreis Tecklenburg nur einmal geschlagen – gegen den 1. FC Nürnberg hieß es 0:2. Nach zwei Remis (gegen Turniersieger SG Mittelmosel-Leiwen und den TSV Mariendorf) und einem 2:0-Sieg gegen den SV Werder Bremen gelang den Lengerichern der Sprung aufs Treppchen.

Glückwünsche nahmen die Ü40-Kicker des SC Westfalia Herne für den dritten Platz entgegen [Foto: Reinaldo Coddou (picture-alliance/DFB)].
"Fußball ist keine Frage des Alters"
Trotz des wechselhaften Wetters und wenig Sonnenschein waren bei der abschließenden Siegerehrung vor allem strahlende Gesichter zu sehen. DFB-Vizepräsidentin Prof. Dr. Silke Sinning und Bernd Schultz, der Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, überreichten den Sieger*innen die Pokale und Medaillen und würdigten den Einsatz und das Engagement aller Beteiligten."Der Ü-Fußball zeigt eindrucksvoll, dass Fußball keine Frage des Alters ist, sondern eine Leidenschaft, die uns ein ganzes Leben lang begleitet", sagte DFB-Vizepräsidentin Silke Sinning. "Ob Ü32, Ü40 oder Ü50 – die Begeisterung ist bei allen Mannschaften spürbar. Gleichzeitig steht der Ü-Fußball für Vielfalt und Gemeinschaft: Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit diversen Lebensgeschichten kommen zusammen. Dabei geht es längst nicht nur um die sportliche Leistung. Gerade die Begegnungen neben dem Platz und die gemeinsame dritte Halbzeit machen den Ü-Fußball so besonders. Er schafft Raum für Austausch, Freundschaft und Geselligkeit und trägt damit auch zu einem aktiven und gesunden Leben bei."
"Viele Begegnungen auf und neben dem Platz"
Wie sehr der Fußball Menschen verbindet, zeigte sich nicht zuletzt bei der gemeinsamen Feier am Samstagabend. Dort wurde deutlich: Aus sportlichen Gegnern auf dem Platz werden abseits des Spielfelds Fußballfreunde, die eine gemeinsame Leidenschaft teilen. "Hier kommen Teams aus ganz Deutschland zusammen, und Spieler, die sich früher noch gegenseitig ans Schienbein getreten haben, treffen bei den Ü-Meisterschaften wieder aufeinander", schwärmte der ehemalige Bundesligaprofi Martin Driller, der für die Ü50 Mannschaft des 1. FC Nürnberg auflief. "Auch die Stimmung im Hotel ist eine Sensation: Alle Teams sitzen gemeinsam beim Essen, und abends können wir an der Bar noch ein Bier zusammen trinken. Es ist in diesem Jahr einfach nahezu perfekt."Nach einem erfolgreichen Wochenende im Berliner Olympiapark steigt bereits die Vorfreude auf das kommende Jahr: Vom 20. bis 22. August 2027 wird wieder um die Deutschen Meistertitel gespielt – und dann heißt es erneut: "Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin."
Weitere Informationen:
[FLVW.de]

