Quelle: FLVW
Den Reigen der westfälischen Hallen-Titelkämpfe durften in diesem Winter die älteren Wettkampf-Leichtathletinnen und -Leichtathleten eröffnen: Bei den FLVW-Hallen-Masters am Samstag – früher hießen sie westfälische Senioren-Hallenmeisterschaften – zeigten sich die Besten von ihnen bereits sehr gut gerüstet für die nachfolgenden Aufgaben.
Da ist zunächst die DLV-Hallen-Masters, also die deutsche Meisterschaft der über 35-Jährigen, die vom 6. bis 8. März in Düsseldorf ausgetragen wird. Mehrere Dutzend Mitglieder aus Vereinen des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) schafften in der Dortmunder Körnig-Halle die Qualifikation zur Teilnahme in der Landeshauptstadt.Die DM-Norm war auch das Ziel von etwa 20 Prozent Gaststarterinnen und -startern aus allen umliegenden Landesverbänden. Sie hatten den oft weiten Weg nach Dortmund unternommen, um unter den bekannt guten Bedingungen hier ihre DM-Norm zu erfüllen – was auch fast allen gelang.
Neues volldigitales System funktioniert reibungslos
Zunächst waren die Masters aber so etwas wie Versuchskaninchen: Sie testeten als Erste das neue volldigitale System der Wettkampfteilnahme im FLVW. Offensichtlich hatte der Verband im Vorfeld sehr gut kommuniziert, was auf die Teilnehmer*innen zukommt, denn alles lief problemlos und viel besser als früher mit Bergen von Papier. Ab sofort gibt es keine „Vereinstüten“ mit den Startpassnummern und den Stellplatzkarten mehr, sondern jeder Aktive kommt selbst zu einem Terminal, an dem er seine Wettkampfteilnahme final bestätigt und seine Startnummer abholt. Zumindest die Seniorensportler*innen kamen gleich damit klar und lobten die Neuerung.Aus sportlicher Sicht standen die Frauen und Männer im Mittelpunkt, die bereits in den vergangenen Jahren die westfälische Masters-Leichtathletik dominieren. Alfred Achtelik (FC Nordkirchen) schwang sich in der Klasse M60 im Stabhochsprung über 3,80 Meter, Frauke Viebahn (DJK BW Annen) verpasste in der W65 nach hervorragenden Sprintzeiten (60 Meter in 9,35 Sek. / 200 Meter in 32,14 Sek.) im Hochsprung mit 1,40 Meter ihren eigenen Hallen-Weltrekord nur um drei Zentimeter. Dr. Eberhard Linke (LAC Veltins Hochsauerland) kam in der M80 über 60 Meter (9,17 Sek.) und im Weitsprung (4,26 Meter) ebenfalls nah an seine internationalen Rekorde heran. Die W50/W55-Sprinterinnen des LC Paderborn waren wieder eine Klasse für sich: Silke Byner in der W50 und Michaela Zwiener in der W55 setzten sich auf beiden Sprintstrecken klar an die Spitze der deutschen Jahresbestenliste (60 Meter in 8,33 Sek. und 8,80 Sek. / 200 Meter in 27,99 Sek. und 28,97 Sek.).
Sportliche Höchst- und Bestleistungen
Zweimal wurden in der Körnig-Halle sogar Leistungen erzielt, die über den westfälischen Seniorenrekorden im Stadion liegen: Im Hochsprung der M75 übersprang Hubert Meyer (TV Werther) 1,31 Meter und damit sechs Zentimeter höher als die offizielle Landes-Höchstmarke. Über 200 Meter in der M70 war Detlev Niedanowski (BV Teutonia Lanstrop) in 29,40 Sek. ebenfalls besser als die aktuelle westfälische Höchstleistung.Der älteste Teilnehmer, Andreas Bruno (ETG Recklinghausen), erreichte in der Klasse M90 im Kugelstoßen 7,88 Meter. Die besten Ergebnisse auf den längeren Laufstrecken gingen auf das Konto von Daniela Wurm (TV Hasslinghausen) mit 10:06,83 Minuten über 3.000 Meter in der W35 und Maurice Eisfeld (LC Rapid Dortmund / M55) mit 2:12,75 Minuten über 800 Meter und 10:06,13 Minuten über 3.000 Meter.
Weitere Informationen:
- Ergebnisse und mehr zu den FLVW-Hallenmeisterschaften der Masters auf FLVWDialog.de
- Auftakt der westfälischen Hallen-Festspielwochen in Dortmund
- Neu: Digitale Stellplatzkarten bei den Hallenmeisterschaften