Quelle: FLVW
Bernhard Bußmann (li.) und Peter Westermann (re.) überreichen Sebastian Moritz (VKLA Soest) die goldenen Ehrennadel des DLV.
Die diesjährige Frühjahrstagung der Vorsitzenden der Kreis-Leichtathletik-Ausschüsse (VKLA) mit dem Verbands-Leichtathletik-Ausschuss (VLA) war geprägt von vielen Informationen und einigen notwendigen Grundsatz-Diskussionen. Bei der Zusammenkunft im SportCentrum Kaiserau ging es vor allem darum, alle auf den gleichen Kenntnisstand zu bringen.
VLA-Vorsitzender Bernhard Bußmann bedankte sich zu Tagungsbeginn bei allen Beteiligten für den hervorragenden Verlauf der gerade abgeschlossenen Hallensaison mit dem Höhepunkt der Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund. Vizepräsident Peter Westermann konnte dann – bevor er seinen Bericht zur Arbeit im nationalen und regionalen Verband gab – den VKLA des Kreises Soest Sebastian Moritz für seine langjährigen Verdienste um die Leichtathletik mit der goldenen Ehrennadel des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) auszeichnen.In seinem Bericht ging Peter Westermann dann insbesondere auf die anstehende Evaluierung der vor zwei Jahren vorgenommenen Satzungs- und Strukturänderungen im DLV ein. Der dazu berufenen Arbeitsgruppe gehört auch FLVW-Abteilungsleiterin Aline Richter an. Wichtige Info für alle Vereine und Kampfrichter: Das Regelwerk „IWR“ gibt es nicht mehr als Broschüre sondern nur noch online unter www.iwr-online.org in der jeweils aktuellen Version. So sind die vom Weltverband häufig vorgenommenen Änderungen jederzeit verfügbar.
Erstes Schwerpunktthema der Leichtathletik-Frühjahrstagung war ein Vortrag von Maurice Hampel über die FLVW-Marketing-GmbH. Er ging besonders auf die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den Kreisen in Bezug auf einheitliche Textil-Ausrüstung, Layout von Urkunden und weitere Synergieeffekten ein.
Pilotprojekt zur C-Trainer-Ausbildung Breitensport
Viele Informationslücken musste Raffael Diers bei seinen Erläuterungen zum Stand der Diskussion um eine mögliche Kreisstrukturreform schließen. Der Wissensstand zu diesem Thema reichte im Plenum von völliger Ahnungslosigkeit bis zu klaren Vorstellungen einiger Kreise über ihre Zukunft. Mit einem gewissen Stolz konnte Peter Westermann feststellen, dass die Leichtathletik hier den anderen Gremien bereits voraus ist: Der von der beauftragten Kommission vorgeschlagene erste Schritt, dass in sechs Fällen je zwei Kreise bis zu einer Fusion enger zusammenarbeiten könnten, ist in der Leichtathletik in genau den vorgeschlagenen Fällen bereits seit Jahren gängige Praxis bis hin zur Verankerung in der Leichtathletik-Ordnung.Im traditionellen Bericht der Geschäftsstelle informierte Aline Richter der VKLAs darüber, dass
- in diesem Jahr wieder eine Ausbildung zur Kinder-LA erfolgen kann
- zu allen Lehrgängen deutlich mehr Anmeldungen eingegangen sind als in den vergangenen Jahren
- das für den DLV durchgeführte Pilotprojekt zur C-Trainer-Ausbildung Breitensport optimal gelungen ist
- die Umstellung vom gedruckten auf den digitalen Laufkalender abgeschlossen ist.
Zum im Verband viel diskutierten Thema Beitragserhöhungen gibt es die einhellige Meinung, dass die Beitragsstruktur für die Leichtathletik-Abteilungen gerechter – und trotzdem aufkommensneutral – verändert werden muss. Eine Arbeitsgruppe erarbeitet dazu bereits unter wissenschaftlicher Begleitung durch die Uni Bochum konkrete Vorschläge.
Für die Wettkampfsaison 2027 gibt es bereits belastbare Terminpläne, leider aber noch sehr wenige Bewerber um die Meisterschafts-Ausrichtung. Die Kreise sind aufgefordert, sich dabei zu engagieren.
[Eberhard Vollmer]
