Olympia-Endspurt: Abstimmung per Bürgerentscheid bis Sonntag
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Olympia-Endspurt: Abstimmung per Bürgerentscheid bis Sonntag
Quelle: Sportdeutschland
Bürgerinnen und Bürger können bis einschließlich 19. April darüber abstimmen, ob NRW sich mit der Region "KölnRheinRuhr" um die Austragung von Olympischen und Paralympischen Spielen bewerben soll. Ihre Stimme können sie per Briefwahl abgeben.
Mehr als fünfzig Jahre sind vergangen, seit Deutschland zuletzt Gastgeber dieses globalen Sportereignisses war. Nun eröffnet sich erneut die Chance, das größte Sportfest der Welt zu uns zu holen. Neben Berlin, München und Hamburg bereitet sich auch die Region Rhein-Ruhr mit Köln als Leading City auf eine mögliche Bewerbung vor und arbeitet an einer Vision für moderne, dezentrale und nachhaltige Spiele in Nordrhein-Westfalen. Das vorgeschlagene Konzept der Initiative KölnRheinRuhr ist in enger Zusammenarbeit mit Kommunen, Fachleuten, Athlet*innen sowie Sportverbänden entstanden. Ihre Bedarfe, Hinweise und fachlichen Einschätzungen sind maßgeblich in die Planung eingeflossen und bilden die Grundlage für ein tragfähiges, zukunftsorientiertes Gesamtpaket. Es gibt daher einige gute Gründe, in der Briefwahl mit „Ja“ zu stimmen und die Bewerbung aktiv zu unterstützen.
Modernisierung von Sportstätten und Infrastruktur
Eine erfolgreiche Bewerbung hätte für Nordrhein-Westfalen einen spürbaren und langfristigen Mehrwert. Mit einem Zuschlag würde ein weitreichendes Investitionsprogramm starten, das zahlreiche Sportstätten modernisiert, erweitert oder neu entwickelt. Davon profitiert nicht nur die unmittelbare Austragungsregion, sondern auch das Umfeld. Vereine, Schulen und der gesamte Breitensport in Nordrhein-Westfalen erhalten neue Impulse. Moderne Hallen, barrierefreie Anlagen und leistungsfähige Trainingsstätten würden ein dauerhaftes Erbe der Spiele bilden und den Sportstandort NRW langfristig stärken. Zugleich setzen die Spiele wichtige Impulse in den Bereichen Mobilität, Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit.
14 Millionen Tickets stehen zur Verfügung – Festival des Sports mit Rekordkulisse
Rund 14 Millionen Tickets sollen aufgelegt werden: davon 11,4 Millionen für Olympische und 2,6 Millionen für Paralympische Spiele. Damit hätten so viele Menschen wie möglich die Chance, die Wettbewerbe live und zu erschwinglichen Preisen zu erleben. Dabei übertrifft das geplante Ticketkontigent sogar die erwarteten Zahlen für die Spiele in Los Angeles 2028.
100 Prozent bestehende oder temporäre Sportstätten
Alle Wettkämpfe sollen in bereits vorhandenen oder temporär errichteten Sportstätten stattfinden. Zahlreiche Hallen und Stadien, die bereits jetzt regelmäßig nationale und internationale Sportgroßveranstaltungen beherbergen, würden erneut zum Schauplatz erstklassiger Wettbewerbe werden.
Zukunftsorientierte Nutzung
Im Mittelpunkt der Planung steht die innovative Nachnutzung des temporären Leichtathletikstadions mit rund 50.000 Plätzen sowie des Olympischen und Paralympischen Dorfs. Nach den Spielen soll auf dem Gelände im Kölner Norden, im Bereich Chorweiler/Kreuzfeld, ein neues Wohnquartier entstehen. Vorgesehen sind rund 3.000 Wohneinheiten für etwa 8.000 Menschen. Auf diese Weise entsteht dringend benötigter sozialer Wohnraum, der der Region langfristig einen städtebaulichen Mehrwert bietet.
Kurze Wege und bequeme Anfahrten
Kurze Wege machen die Spiele besonders attraktiv. Der Großteil der Sportstätten liegt in einem Radius von nur 40 Kilometern oder lässt sich in höchstens 60 Minuten erreichen. Das sorgt nicht nur für reibungslose Abläufe für Athlet*innen, sondern auch für ein kompaktes und gut erlebbares Gesamtbild für Zuschauer*innen. Auch die Verkehrsanbindung der Region spielt eine entscheidende Rolle. Die hohe Bevölkerungsdichte, das engmaschige Netz des Nah- und Fernverkehrs sowie die Anbindung an zentrale Knotenpunkte wie die Deutsche Bahn und den Flughafen Köln/Bonn ermöglichen eine schnelle und bequeme Anreise.
Europa ist nur eine Zugfahrt entfernt
In einem Umkreis von 500 Kilometern leben rund 160 Millionen Menschen, sodass die Region zu den am dichtesten vernetzten Räumen Europas zählt. Dank der zentralen Lage der Spiele in KölnRheinRuhr sind zahlreiche internationale Metropolen wie London, Paris oder Amsterdam in nur drei bis vier Stunden bequem mit dem Zug erreichbar. Für Besucher*innen bedeutet das kurze Wege, unkomplizierte Anreisen und ein echtes europäisches Begegnungszentrum.
Ein Zuhause für den olympischen Geist
Etwa 95 Prozent der Athlet*innen sind im gemeinsamen Olympischen und Paralympischen Dorf untergebracht. Die kurzen Wege erleichtern nicht nur die täglichen Abläufe und die Vorbereitung auf die Wettkämpfe, sondern fördern auch ein intensives Gemeinschaftsgefühl. Das kompakte Konzept schafft ein lebendiges Zentrum, in dem Begegnungen, Austausch und internationales Miteinander selbstverständlich werden. Eine solche Nähe und Verbindung konnte Paris 2024 in dieser Form nicht ermöglichen.