Quelle: Hartmut Hoffmann / TuS Hilchenbach
Bernhard Bußmann, Dieter Born - erhielt für seine Verdienste die Ehrenurkunde -, Adalbert Roßbach, Rolf Bernshausen (Ehrenvorsitzender der LGK), Karsten Menzel (1. Vorsitzender) und Julius Schmidt von der Krombacher Brauerei (v. l.).
Die Jahreshauptversammlung der Leichtathletik Gemeinschaft Kindelsberg Kreuztal (LGK) fand am Freitag, den 17. April 2026 im Multifunktionsraum der Krombacher Brauerei statt. Die Tagesordnungspunkte wiesen diesmal eine Besonderheit auf. Die Ehrung von Adalbert Roßbach stand auf der Agenda. Einstimmig wurde der 86-Jährige zum Ehrenvorsitzenden der LGK ernannt.
Adalbert Roßbachs sportliche Karriere begann in den 50er Jahren. Später dann 1970 gründete er gemeinsam mit dem Ehrenvorsitzenden Rolf Bernshausen und Manfred Birkelbach die LGK. Die beiden bilden gemeinsam nicht nur die Seele des Vereins, sondern sind und waren der sportliche LGK-Herzschlag schlechthin. Die LGK ist also unmittelbar mit dem Namen Adalbert Roßbach verbunden.Bernhard Bußmann, Vorsitzender des Verbands-Leichtathletik-Ausschusses des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), war eigens für die Ehrung und Verabschiedung gekommen. Bußmann betonte, wenn man den Namen Adalbert Roßbach höre, denke man unwillkürlich an die LGK. Bußmann blickte in die außergewöhnliche Vergangenheit des neuen Ehrenvorsitzenden und auf seine 28 Jahre lang andauernde Tätigkeit für den Landesverband zurück. Roßbach war 24 Jahre (1986 bis 2010) lang Bundestrainer. „Er ist der Inbegriff der LGK“, hieß es weiter in der Laudatio. Er habe stets an der Basis gearbeitet und sich nie in den Vordergrund gespielt.
Mehr als 1.100 Titel für die LGK errungen
Große Erfolge sind unmittelbar mit Adalbert Roßbach verbunden. Die LGK konnte mit ihm in den vergangenen 56 Jahren über 100 Titel bei deutschen Meisterschaften und über 1.000 Titel bei den westfälischen Meisterschaften erringen. Darüber hinaus war er viele Jahre im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) als Sprinttrainer tätig und in den Vorständen regionaler Gremien aktiv. Für seine herausragenden Verdienste erhielt Roßbach das Bundesverdienstkreuz.Roßbach zieht sich aus Teilbereichen des aktiven Dienstes der LGK zurück. Aus Teilbereichen deshalb, weil jeder, der ihn kennt, weiß, dass der drahtige Sportler sich nie und nimmer gänzlich aus der Mitarbeit zurückziehen kann. Auch wenn er mit seinen fast 86 Jahren gesundheitlich in der letzten Zeit Einschränkungen hinnehmen musste, ist er immer bei der Sache mit seinem glasklaren Verstand. „Jetzt erst recht“, sein Motto, wenn er seine Runden im Kreuztaler Stadion läuft und so seine körperliche Fitness aufrecht erhält. Sein gesunder Geist verlangt förmlich einen gesunden Körper laut dem Spruch von Juvenal „Mens sana in corpore sano“.
Mit dem Dank des FLVW betonte VLA-Vorsitzender Bußmann das stets hervorragend gegenseitige Auskommen. Neben dem Präsentkorb übergab er sehr symbolträchtig einen Staffelstab. Sicher stecken nicht nur Erinnerungen in dem Stab, sondern vielmehr die Aufforderung zum „Weiterlaufen“.
[Franz Josef Becker / Schriftwart LGK]
