Quelle: FLVW
Extrem vielseitig: Neben Stabhochsprung und Kugelstoßen ist Juna Duwenbeck im Moment vor allem im Diskus erfolgreich.
Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) fördert dank der Kooperation mit seinem langjährigen Partner goldgas im „goldgas Talent-Team“ die vielversprechendsten Nachwuchs-Leichtathletinnen und Leichtathleten auf ihrem Weg in die internationale Spitze. Was das für die Jugendlichen bedeutet, und wie ihr Alltag aussieht, verrät dieses Mal Juna Duwenbeck. Die Diskuswerferin und Stabhochspringerin von der LG Olympia Dortmund ist das goldgas Talent des Monats Juli. Wir stellen euch die 16-jährige im Steckbrief vor.
Seit wann mache ich Leichtathletik?Ich habe mit zwölf Jahren angefangen. Ich bin durch meinen älteren Bruder Ben dazugekommen. Ich habe vorher Handball gespielt und geturnt. In der Corona-Zeit hat Ben mit Leichtathletik angefangen – ich bin dann mitgegangen und mir hat es Spaß gemacht! Danach habe ich dann mit Turnen und Handball aufgehört und mich voll auf die Leichtathletik konzentriert.
Das treibt mich an:
Ich find's sehr cool, dass es eine Einzelsportart ist und dass man sich so auf die eigenen Leistungen konzentrieren kann. Aber gleichzeitig habe ich super viele Freunde durch die Leichtathletik gefunden, zum Beispiel Charlotte Görz und Maja Bollinger (beide ebenfalls Mitglieder im goldgas Talent-Team, Anm. d. Red.).
Meine Lieblingsdisziplin:
Im Moment bin ich im Diskus am erfolgreichsten. Diskus habe ich in der W14 begonnen, dann drei Jahre gar nicht mehr, jetzt habe ich im April wieder angefangen. Ich bin da locker dran gehen, weil ich mir immer gesagt hab, ich mach's ja noch nicht so lange und ich glaube, dadurch bin ich da auch schnell besser geworden. Stabhochsprung macht mir auch viel Spaß. Da find ich's einfach cool, dass es sich so anfühlt wie fliegen. Und ich finde die Trainingsgruppe beim Stabhochsprung einfach total toll, weil die da alle so nett sind.
Bronze bei der diesjährigen U18-DM: Juna Duwenbeck strahlt mit der Medaille um die Wette [Foto: FLVW]. Mein größter Erfolg:
Die Bronzemedaille jetzt bei der U18-DM. Bei der U16-DM vor zwei Jahren, habe ich mich natürlich auch total über die zwei Medaillen gefreut (Silber: Kugelstoßen, Bronze: Stabhochsprung, Anm. d. Red.). Aber jetzt war das schon sehr emotional, weil ich eine lange, schwere Saison hinter mir hatte und das einfach so überraschend kam. Ich war Sechste der Meldeliste und ich hatte keine Medaille erwartet. Ich war total glücklich, meine ganze Familie war da und viele von meinen Freunden. Das war sehr schön.
Das sagt Trainer Michael Fischer:
Juna besitzt eine außergewöhnliche mentale Stärke. Sie ist besonders stark, wenn es darauf ankommt und der Druck am größten ist. Sie hat zudem eine sehr hohe Trainingsdisziplin. Verbessern kann sie sich noch in der spezifischen Kraft, die man für Diskus braucht, da sie bis zum Winter primär noch im Stabhochsprung unterwegs war. Das nehmen wir jetzt verstärkt in den Fokus.
Diese Trainingsinhalte mag ich (nicht):
Ich mochte immer schon gerne Techniktraining, egal, ob beim Diskus ist oder beim Stabhochsprung. Was ich auch ganz gerne mag, ist Krafttraining. Was ich wirklich absolut gar nicht mag, ist Ausdauertraining. Das ist einfach nicht so meins.
Meine Ziele:
Ich würde sehr gerne 50 Meter beim Diskus werfen. Mein Traum ist es irgendwann mal international für Deutschland zu starten. Es wäre auch sehr cool, wenn das gemeinsam mit meinem Bruder Ben klappen würde (einer der besten Stabhochspringer Deutschlands in der Altersklasse U20, Anm. d. Red.) Ansonsten möchte ich verletzungsfrei bleiben, einfach so weitermachen und weiter Spaß und Erfolge haben – weil Erfolg ist ja auch mit Spaß verbunden.
Juna Duwenbeck im Gespräch mit ihrem Trainer bei der LG Olympia Dortmund, Michael Fischer [Foto: FLVW].Meine Vorbilder:
Valarie Allman (zweifache Olympia-Goldmedaillengewinnerin Diskus, Anm. d. Red.) finde ich total cool, weil sie super athletisch ist und ihre Bewegungen so flüssig aussieht, fast schon tanzend. Mein Bruder Ben ist auf jeden Fall auch ein Vorbild für mich, weil er auch so viele Rückschläge hatte (eine Verletzung hat ihn gerade die Teilnahme an der U20-WM gekostet, Anm. d. Red.), aber er lässt sich das nicht anmerken. Er steckt das schnell weg und nimmt das als Motivation, um weiter zu trainieren. Seine Disziplin finde ich bewundernswert.
Meine Hobbies:
Ich gehe total gerne wandern. Ich fahre jetzt auch in den Sommerferien mit meinen Freundinnen zum Wandern nach Obersdorf. Das wird bestimmt cool.
Das ist besonders:
Wir sind eine Leichtathletik-Familie. Meine Eltern haben Leichtathletik gemacht und wir vier Geschwister machen alle Leichtathletik. Ben, die Zwillinge Lilly und Lasse und ich. Im Moment trainiert Ben sogar die Zwillinge bei uns Verein.
Das gefällt mir am goldgas Talent-Team:
Ich finde es immer sehr cool, wenn beim goldgas Talent-Camp alle Disziplinen zusammenkommen, und man so die anderen Landes-Kader-Athlet*innen kennen lernen kann. Und aktuell habe ich wieder dadurch profitiert, dass ich als Vorbereitung für die Deutsche Meisterschaft zweimal die Woche beim zuständigen Landestrainer Leonid Ekimov in Wattenscheid trainieren konnte.
Weitere Informationen:
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