Quelle: Klaus Brand
Hürdenspezialist Enrico Krüger weiß, wie es „drüber“ geht.
Die Nachwuchsschulungen aller Leichtathletik-Kreise von Ostwestfalen-Lippe sind im Winterhalbjahr 2025/26 überaus gut verlaufen. In sechs Veranstaltungen mit jeweils vier Stunden waren im Durchschnitt 83,7 Teilnehmer*innen erschienen, im Maximalwert sogar 102!
Und dabei waren insgesamt 20 Vereine beteiligt, für die dieses Format eine willkommene Gelegenheit bildete, ihrem Nachwuchs nicht nur eine zusätzliche Trainingsmöglichkeit in den Hallen von Paderborn, Bielefeld und Detmold zu bieten, sondern außerdem sogar individuellen Bedarfen nachzukommen: Sprint - Hürdenlauf - Weit-, Hoch-, Stabhochsprung - Kugelstoß - Diskuswurf - Mittelstrecke. Ziel war es, wie schon seit vier Jahren zuvor, das Leistungsniveau der Jugendlichen der Region allmählich anzuheben. Da der Altersdurchschnitt bei 14 Jahren lag, war es das Bestreben des engagierten Trainerteams, möglichst vielen den Zugang zu Westfalenmeisterschaften zu eröffnen. Dabei hatten sich stets fruchtbare Fachgespräche mit den Vereinstrainer*innen und Eltern ergeben.
Rekordteilnehmerzahl bei der zweiten Veranstaltung der OWL-Nachwuchsförderung: 102 (!) Teilnehmer*innen kamen in die Seidenstickerhalle. Mittendrin: Projektleiter Klaus Brand (vorne Mitte).
Mindestens fünf, maximal acht Trainer*innen waren bei den Terminen vor Ort. Insgesamt haben folgende 18 Trainer*innen mit 206 Unterrichtsstunden mitgeholfen: Tapio Linnemöller (Minden), Alexander Sczyrba (Gütersloh), Klaus Brand (Detmold) - alle je 24 Stunden. Michael Striewe (Bielefeld), Steffen Biermann (Bünde), Enrico Krüger (Blomberg) je 20 Stunden. Patrick Nikel (Harsewinkel / 18 Stunden), Thomas Tüxen (Minden / 12 Sunden), Thomas Prange (Paderborn) und Andre Meyer (Paderborn) je acht Stunden. Adrian Schürmann (Minden), Alexander Holstein (Werste) Bernd Töpfer (Warburg), Tina Rother (Detmold), Hendrik Scholle (Herford) und Cord Fiebig (Lemgo) je vier Stunden. Rainer Queren (Höxter) und Sven Mühlbach (Espelkamp) je zwei Stunden. Ihnen allen herzlichen Dank im Namen des Nachwuchses für die Zeit und die Fachkompetenz!
Bei der zuletzt geplanten siebten Veranstaltung fielen kurzfristig fünf Trainer*innen des Kernteams aus, sodass Projektleiter Klaus Brand das „große“ Programm absagen musste. Durch „Einspruch“ einiger Vereine, die noch einmal die Möglichkeiten in Paderborn nutzen wollten, kam es jedoch zu einem abgespeckten Angebot mit „nur“ 39 Teilnehmer*innen. Bernd Töpfer, 800-Meter-Größe aus den Achtzigern, Hendrik Scholle als noch aktiver erfolgreicher Leichtathlet und Cord Fiebig als ehemaliger 18-Stoßer ließen sich kurzfristig überreden, ihre Fähigkeiten für den Nachwuchs einzubringen.
Wenn man dieses „halbe“ Angebot mitzählt, sind im Winterhalbjahr sieben Veranstaltungen mit einem Teilnehmerschnitt von 77,3 durchgeführt worden. Ein großer Dank gebührt neben den Trainern den neun OWL-Kreisvorsitzenden, die die Finanzierung sicher gestellt hatten, den Hallen-Eigentümern von Paderborn, Bielefeld und Detmold für die Bereitstellung der Hallenzeiten und den Heimtrainer*innen und Eltern, die stets Fahrdienste mit zum Teil langen Anfahrtswegen auf sich genommen haben.
Ein Projekt, bei dem neun Kreise einer Region an einem Strang ziehen, das ohne Unterstützung des Fachverbandes auskommt und dabei ausschließlich der Förderung des Nachwuchses dient, dürfte wohl einmalig in Deutschland sein.
Weitere Informationen:
- OWL-Nachwuchsförderung bereitet in Paderborn für die Hallensaison vor
- Volle Halle bei OWL-Nachwuchsschulung am Tag nach Weihnachten
- OWL-Nachwuchsförderung trotz Weihnachtsferien stark gefragt
- Kreissporthalle in Detmold beeindruckt bei OWL-Nachwuchsförderung
- Rekord: 102 Teilnehmende bei der OWL-Nachwuchförderung
- OWL-Nachwuchsförderung wieder hervorragend angenommen