Quelle: I. Hensel
Alvin Mawumba schreit seine Freude über den DM-Titel über 60 Meter heraus.
Es waren die ersten Titelkämpfe auf nationaler Ebene in diesem Jahr. Aus VerbandssIcht verliefen sie durchaus erfolgreich. Die westfälischen Athletinnen und Athleten kamen mit sechs Medaillen (darunter dreimal Gold) und einigen starken Platzierungen von der Jugend-Hallen-DM aus Sindelfingen zurück.
Alvin Mawumba holt Gold über 60 Meter
Alvin Mawumba vom TV Wattenscheid sorgte am Samstag für ein dickes Ausrufezeichen.und kam in Sindelfingen in neuer Bestzeit von 6,79 Sekunden als Erster über die Ziellinie. Alvin hatte im Vorlauf und Halbfinale schon sein Potenzial für eine Medaille mit Bestzeiten angedeutet. Im Finale packte der Wattenscheider noch einen drauf. Er setzte sich in einem engen Finish durch, denn auf den weiteren Plätzen folgten knapp hinter dem Sieger Lennox Schmidt (SCC Berlin; 6,80 sec) und Raphael Geißner (VfB Stuttgart 1893; 6,81 sec).„Ich habe mit dem Titel überhaupt nicht gerechnet“, sagte Alvin Mawumba. „Die letzten zwei Wochen im Training habe ich mich sehr gut gefühlt. Es gab Trainingsbestleistungen, so dass ich damit gerechnet habe, dass es heute schnell sein wird. Ich bin gestartet, und es gab Bestleistung über Bestleistung. So kennt man mich: Wenn es drauf ankommt, dann liefere ich ab. Das ist mein Motto.
Stabhochsprung-Krimi mit besserem Ende für Ben Duwenbeck
Einen packenden Wettkampf lieferten auch die Stabhochspringer ab. Nach mehr als zweieinhalb Stunden stand der neue U20-Hallenmeister fest. Entscheiden sollte sich der Zweikampf zwischen EYOF-Starter Nikolas Tietze (SV Halle) und Ben Duwenbeck (LG Olympia Dortmund), die zu neuen Höhenflügen ansetzten und den Zuschauern eine packende Flugshow boten. Eingestiegen war das goldgas Talent – bis dato viertbester deutscher U20-Stabhochspringer – bei 4,55 Metern. Er meisterte Höhe um Höhe bis einschließlich 4,90 Meter ohne Problemen. Erst bei 5,00 Metern leistete er sich zwei Fehlversuche, ehe ihm der dritte Versuch die Erlösung brachte.Als Jahresbester startete Nikolas Tietze, der als letzter der zwölf Athleten bei 4,80 Metern einstieg. Die nachfolgende Höhe ließ er aus, die 5,00 Meter offenbarten reichlich Potenzial für noch größeren Höhen. Beide ließen die 5,05 Meter aus, nahmen die nachfolgende Höhe von 5,10 Metern in Angriff. Diese Höhe gelang Ben Duwenbeck gleich im ersten Versuch, Nikolas Tietze benötigte drei Versuche. Die 5,15 Meter ließ er dann wieder aus, während Ben Duwenbeck diese Höhe im zweiten Versuch eindrucksvoll meisterte.
Bei Ben Duwenbeck ging es hoch hinaus: Mit 5,15 Meter landete er im Stabhochsprung ganz vorne [Foto: I. Hensel],Ben Duwenbeck sagte: „Der Titelgewinn fühlt sich schon richtig geil an. Ich bin letztes Jahr schon fünf Meter gesprungen und hatte danach eine schweres Jahr mit vielen Verletzungen. Jetzt bin ich wieder rechtzeitig in Form gekommen. Ich habe gewusst, es geht einiges, aber so gut, das hat mich schon überrascht. Ich wusste, dass ich gut drauf bin. Dass ich 5,15 Meter überspringe, das hätte ich nicht gedacht.
Dreisprung: Berenike Roos landet ganz vorne
Ganz oben auf dem Podest landete auch Berenike Roos vom TV Wattenscheid. Sie übernahm ab dem ersten Durchgang die Führung im Dreisprung. Die U18-EM-Teilnehmerin von 2024 startete mit 12,37 Metern vielversprechend in den Wettkampf. Am nächsten kamen ihr im dritten Versuch Carlotta Loewenthal (LG Nord Berlin; 12,30 m) und Maja Witte (Haldensleber SC; 12,26 m). Und in Runde fünf eroberte Carlotta Loewenthal mit neuer Hallen-Bestleistung von 12,53 Metern sogar die Führung.Berenike Roos ließ sich davon nicht verunsichern. "Mein Einstieg in den Wettkampf war schon echt gut, ich habe mich gut gefühlt. Und als Carlotta dann so weit gesprungen ist, dachte ich: 'Jetzt erst recht!'", berichtete sie anschließend. Die Wattenscheiderin flog ihrerseits auf die Hallenbestleistung von 12,57 Metern und holte sich den Spitzenrang zurück. Bei dieser Reihenfolge der Top Drei blieb es bis zum Schluss.
Für die neue Deutsche U20-Meisterin war der Titel nach einem schwierigen Jahr 2025 eine besondere Freude. "Letztes Jahr war es immer schwierig, weil ich nie gut durchtrainieren konnte. Auch diesen Winter war ich viel krank. Also wollte ich eigentlich nur hierher kommen und Spaß haben.".
Berenike Roos strahlt nach ihrem "Gold-Sprung" mit Trainer Stefan Vinbrüx um die Wette [Foto: I. Hensel].
Silber für Aik Straub über 1.500 Meter
Im Finale am Sonntag über 1.500 Meter blieb das Feld zunächst eng zusammen, ehe das Rennen in der Schlussphase deutlich an Tempo aufnahm. Der Jahresschnellste Piet Hoyer (Königsteiner LV) übernahm auf den letzten beiden Runden die Spitze, doch Aik Straub von der LG Olympia Dortmund hielt stark dagegen und blieb als einziger direkt an ihm dran. Auf der Schlussrunde verschärfte Hoyer das Tempo erneut, aber Straub ließ sich nicht abschütteln und kämpfte bis auf die Zielgerade um den Titel mit. Im engen Finish setzte sich schließlich Hoyer in 3:54,96 Minuten knapp vor Sik Straub durch, der in starken 3:55,14 Minuten die Silbermedaille gewann. LGO-Teamkollege Karl Luis Eickmeyer belegte in 3:58,56 Minuten einen starken fünften Platz.
Bronze für U18-Athlet Jonathan Albustin über 3.000 Meter
Eine äußerst beachtliche Leistung zeigte auch Jonathan Albustin von der LG Brillux Münster als U18-Athlet über 3.000 Meter. Das goldgas Talent belegte nach einem spannenden Rennen den dritten Platz.Über die gleiche Distanz musste sich in der AK weibliche U20 Lya Bourgund (LAC Veltins Hochsauerland) mit dem undankbaren vierten Rang zufrieden geben.
Hannah Brieden auf Platz drei über 200 Meter
Hannah Brieden vom TV Olpe dufte sich ebenfalls über die Bronzemedaille freuen. Die Sprinterin aus dem goldgas Talent Team zauberte über 200 Meter eine neue Bestzeit auf die Bahn und belegte in einem starken Feld Platz drei.
Weitere Infomrationen:
- Entscheidungen der weiblichen U20 am Samstag
- Entscheidungen der männlichen U20 am Samstag
- Entscheidungen der weiblichen U20 am Sonntag
- Entscheidungen der männlichen U20 am Sonntag
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