Quelle: DFB
Rund 70 Lehrkräfte nahmen an der Fortbildung mit DFB-Direktor Hannes Wolf in Bielefeld teil.
Wie lässt sich Fußball im Sportunterricht abwechslungsreich, kindgerecht und mit möglichst viel Bewegung verbinden? Mit dieser Frage haben sich am Dienstag in Bielefeld rund 70 Lehrkräfte bei einer praxisorientierten Lehrerfortbildung des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) beschäftigt. Mit dabei: Der Direktor Nachwuchs, Training und Entwicklung beim DFB, Hannes Wolf.
Unter dem Titel „Polysportives 3x3 – Fußball erleben, Schule bewegen“ stand dabei nicht nur Fußball auf dem Programm. Gemeinsam wurde ausprobiert, wie sich verschiedene Ballsportarten – neben dem Fußball auch Basketball und Handball – und kleine Spielformen miteinander verbinden lassen. Gezeigt wurde eindrucksvoll, wie Kinder durch viele Ballaktionen, Bewegung und einfache Regeln aktiv eingebunden werden können.Ein besonderer Impuls kam von Hannes Wolf, der seine Ideen zur modernen Gestaltung von Fußball und Bewegung vermittelte. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem die Prinzipien der DFB-Trainingsphilosophie: möglichst viele Kinder gleichzeitig in Bewegung bringen, ihnen viele eigene Entscheidungen ermöglichen und vor allem eines schaffen: Freude am Spielen.
Praxis statt Theorie
Dass die Fortbildung bewusst auf praktische Erfahrungen setzte, zeigte sich auch an der eingesetzten Vorführklasse. Die 5a des Bielefelder Helmholtz-Gymnasium durfte den Praxisteil live erleben. Die Lehrkräfte konnten die verschiedenen Spielformen direkt beobachten, wie sich das polysportive 3x3 im schulischen Alltag umsetzen lässt.Dabei wurde deutlich: Gute Bewegungsangebote müssen nicht kompliziert sein. Kleine Felder, einfache Regeln und viele Ballkontakte schaffen zahlreiche Möglichkeiten, Kinder aktiv einzubinden – unabhängig von ihrem individuellen Leistungsstand.

Fußball, Handball, Basketball: DFB-Direktor Hannes Wolf zeigte, wie sich das polysportive 3x3 im schulischen Alltag einsetzen lässt [Foto: DFB].
Neben dem praktischen Schwerpunkt ging es auch um weitere Möglichkeiten, Fußball und Bewegung nachhaltig in Schule und Verein zu verankern. Vorgestellt wurden unter anderem die Initiative „Schule des Kleinfeldfußballs“, Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schule und Verein sowie Angebote wie das DFB-Mobil, Lehrerfortbildungen und das Grundschulfestival.
Schule und Verein gemeinsam stärken
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Möglichkeiten, die sich aus einer engeren Zusammenarbeit von Schulen, Kitas und Sportvereinen ergeben. Vorgestellt wurden verschiedene Projekte und Materialien der FLVW-Kommission „Sportverein – Schule/Kita“ sowie Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung über das Förderportal des Landessportbundes NRW.Auch konkrete Angebote für Kinder kamen zur Sprache. Dazu gehören unter anderem das Westfalenpferdchen, KiFuß und das DFB-Fußball-Abzeichen. Sie bieten Schulen, Kitas und Vereinen Möglichkeiten, Kinder spielerisch für Bewegung und Fußball zu begeistern und ihnen Erfolgserlebnisse zu vermitteln.
Ein besonderes Highlight wartete zum Abschluss des Tages: Die teilnehmenden Lehrkräfte erhielten Freikarten für das anschließende U21-Länderspiel Deutschland gegen Georgien in der SchücoArena. Gemeinsam konnten sie den 2:0-Erfolg der deutschen U21 live miterleben.
