Quelle: Land NRW
Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, hat zusammen mit dem Präsidenten des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, Stefan Klett, 19 Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet,die sich nachhaltig um den Sport verdient gemacht haben.
Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, hat in Vertretung von Ministerpräsident Hendrik Wüst die Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. Bei einer Festveranstaltung am Dienstag, 6. Oktober, im NEW Kunstwerk in Mönchengladbach würdigte die Staatssekretärin gemeinsam mit dem Präsidenten des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, Stefan Klett, 19 Bürgerinnen und Bürger, die sich nachhaltig um den nordrhein-westfälischen Sport verdient gemacht haben. Mit Marianne Finke-Holtz, Hubert Funke und Helmut Hettwer ist dabei auch ein engagiertes Funktionärs-Trio aus dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) ausgezeichnet worden.
Die Sportplakette ist die höchste Auszeichnung, die das Land für herausragendes Engagement im Sport vergibt. „Mit der Sportplakette rücken wir die Menschen in den Mittelpunkt, die den Sport in unserem Land mit Leben füllen und als Vorbilder vorangehen. Ihre Leidenschaft und ihr Einsatz verdienen es, auf der Bühne gewürdigt zu werden”, sagte Staatssekretärin Andrea Milz.
Marianne Finke-Holtz (Zweite von rechts), bei der Verleihung der NRW-Sportplakette [Fotos: Land NRW].
In der Würdigung von Marianne Finke-Holtz, aktuell Vizepräsidentin für Vereins- und Verbandsentwicklung im FLVW und Vorsitzende der Kommission Frauenfußball, heißt es:
Marianne Finke-Holtz aus Steinfurt-Borghorst (Kreis Steinfurt) kam 1978 zum Fußball, als sie im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft in Argentinien einer Zeitungsanzeige folgte und bei der Gründung einer Mädchenmannschaft ihres Vereins mitmachte. Seit 1978 ist sie Mitglied des heutigen Borghorster Fußballclubs 1911/1924, für dessen Fußballfrauen sie von 1981 bis 2015 als Abteilungsleiterin und von 1990 bis 2015 zugleich als Geschäftsführerin und sportliche Leiterin verantwortlich zeichnete; von 1990 bis 2002 und erneut von 2006 bis 2013 trainierte sie zudem verschiedene Mädchenteams in der Mädchenfußballabteilung, deren Beauftragte sie seit 1992 ist.
Aktiv gespielt hat sie von der Kreisliga bis zur Frauen-Regionalliga; 2003 hat sie ein Ü35-Frauen-Team gegründet und wurde mit diesem 2014 Deutsche Meisterin. Heute genießt sie das Kicken in einer gemischten Walking-Football-Mannschaft.
Auf Kreisebene engagierte sie sich seit 1999, zuerst als Beisitzerin im Kreisjugendausschuss Steinfurt und seit 2003 koordiniert sie den Mädchenfußball. Die Diplom-Psychologin kam im Rahmen ihrer Weiterbildung zur Sportpsychologin im Sommer 2008 in Kontakt mit dem Mädchenfußball-Internat des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) im SportCentrum Kaiserau und damit auch mit den überkreislichen, sportpolitischen Strukturen eines Fußballverbandes; 2010 wurde sie als Verantwortliche für den Frauenfußball in den Verbands-Fußball-Ausschuss berufen, baute dort die zuvor nicht existierende Kommission Frauenfußball auf und zeichnet seit 2011 als deren Vorsitzende verantwortlich für eine strategische, zukunftsorientierte Entwicklung des Frauenfußballs im FLVW.
Seit 2016 gehört sie als Vizepräsidentin für Vereins- und Verbandsentwicklung dem Präsidium des FLVW an, als dessen erste Frau überhaupt. Seit 2013 leitet sie außerdem den Frauenfußballausschuss des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV), sitzt in dessen Präsidium und ist Staffelleiterin der Frauen-Regionalliga West. Auf Bundesebene ist sie seit 2013 Mitglied im Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), seit 2019 in der Futsal-Kommission und zusätzlich Staffelleiterin der 2. Frauen-Bundesliga. Für ihr Engagement wurde Marianne Finke-Holtz 2022 mit der silbernen Ehrennadel des Westdeutschen Fußballverbandes und 2025 mit der silbernen Ehrennadel des FLVW ausgezeichnet. „Mir macht es Spaß, Dinge mitzugestalten, neue Wege zu gehen und dabei Verantwortung zu übernehmen. Nicht reden – machen“, so Marianne Finke-Holtz.

Hubert Funke (Mitte).
In der Würdigung von Hubert Funke, aktuell Sportwart in der Leichtathletik des FLVW, heißt es:
Hubert Funke aus Wadersloh prägt seit fünf Jahrzehnten die westfälische Leichtathletik – als Trainer, Pädagoge und Funktionär. 1976 begann er beim TuS 93/33 Wadersloh (FLVW-Kreis Beckum), gründete 1980 die LG Liesborn Wadersloh und betreute als Trainer über Jahrzehnte mehr als 300 Athletinnen und Athleten im Verband und in Vereinen unter anderem 26 Jahre in der LG Olympia Dortmund. Seine Lieblingsdisziplinen sind die Würfe, in denen er zahlreiche Talente zu regionalen, nationalen und internationalen Erfolgen führte. Selbst Olympioniken wie Frank Busemann, Anika Suthe oder Daniel Jasinski profitierten von seiner Expertise. Neben seiner Trainertätigkeit wirkte Funke über viele Jahre als Funktionär im FLVW-Kreis Beckum, im FLVW, im WFLV sowie in der Leichtathletik NRW. Seit 2001 verantwortet er als Sportwart im FLVW das Wettkampfsystem, das Meisterschaftsprogramm und die Nachwuchsleistungsförderung in Westfalen.
Von 2007 bis 2016 leitete er zudem im WFLV die landesverbandsübergreifende Arbeitsgruppe Leistungssport. Auch kommunal engagiert sich Funke in seiner Heimat Wadersloh, unter anderem als sachkundiger Bürger im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport. Für sein jahrzehntelanges Wirken erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter das FLVW-Ehrenzeichen in Gold (2019), die DLV-Ehrennadel in Gold (2014) und den DLV-Ehrenschild (2022). Sein Leitmotiv bleibt bis heute unverändert: sauberer Sport, Freude an Bewegung, kontinuierliche Arbeit, Mut zu Innovation und respektvoller Umgang mit Menschen. „Die Arbeit mit und für Jugendliche hält mich jung und gesund und motiviert mich jeden Tag aufs Neue in der Leichtathletik weiterzumachen.“

Helmut Hettwer (Zweiter von links).
Mit Helmut Hettwer wurde ein weiterer langjährig engagierter FLVW-Funktionär gewürdigt. In der Laudatio heißt es:
Helmut Hettwer aus Lienen ist seinem Heimatverein SV Schwarz-Weiß Lienen 1931 seit über sechs Jahrzehnten verbunden: 1964 trat er als Neunjähriger ein, spielte bis 1990 selbst aktiv und übernahm bereits mit 16 Jahren sein erstes Traineramt bei einer Jugendmannschaft. Seit 1971 trainiert und betreut er Jugend- und Frauenmannschaften, von 1989 bis 1994 war er Jugendleiter, bevor er 1996 zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde und den Verein seither prägt.
Auch auf Kreisebene im FLVW-Kreis Tecklenburg engagierte er sich über Jahrzehnte in wechselnden Ämtern, unter anderem von 1998 bis 2022 als Vorsitzender des Kreisjugendausschusses und von 2019 bis 2022 als Kreisvorsitzender; bis heute wirkt er dort unter anderem als Kreisvorstandsmitglied und Koordinator für Qualifizierung.
Auf Landesebene gehörte er von 1998 bis 2022 dem Jugendbeirat des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) an und wirkt seit 2019 in der Arbeitsgruppe „Neue Spielformen im Kinderfußball" mit, auf Bundesebene war er von 2007 bis 2022 Beisitzer im Jugendbeirat des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV). Über den Vereins- und Verbandssport hinaus engagiert er sich seit 2013 als Vorsitzender des Gemeindesportverbandes Lienen. Für sein Engagement wurde Helmut Hettwer 2013 mit dem FLVW-Verbandsehrenzeichen in Silber und 2022 in Gold ausgezeichnet, zum Ehrenvorsitzenden des Kreis-Jugend-Ausschusses ernannt und mit der DFB-Verdienstnadel geehrt. Besonders am Herzen liegt ihm bis heute die Jugendarbeit: Nach eigenen Worten möchte er den Jüngeren im Verein eine Stimme geben und ihnen etwas von dem geben, was er selbst als junger Spieler erfahren durfte. „Ich kann nicht allein etwas bewegen, das geht nur als großes Team.“
[Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen / LandNRW.de]
