Quelle: Kinderhothilfe
Inklusionsprozess im Sport: Elisabeth Brauer von der Kindernothilfe beim Abschlussworkshop mit den Ibbenbürener Kickers, der Hammer SpVg, dem SV Gerlingen und dem FLVW.
Der Schutz von Kindern vor Gewalt und Missbrauch ist in allen Sportvereinen eine wichtige Aufgabe. Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung benötigen jedoch besonderen Schutz. Die Kindernothilfe hat ein Jahr lang drei Vereine bei der Entwicklung eines Kinderschutzkonzeptes begleitet. Das Besondere: Die Bedürfnisse von Menschen mit einer Behinderung wurden dabei besonders berücksichtigt.
Um Kinder und Jugendliche mit Behinderung im Sport wirksam zu schützen, ist es wichtig, ihre spezifischen Bedürfnisse zu verstehen. Sie benötigen im Trainingsalltag oft mehr Unterstützung. Dadurch sind sie verletzlicher gegenüber Missbrauch und übergriffigem Verhalten. Vereine können Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung schützen, indem sie ein individuelles Kinderschutzkonzept mit besonderem Blick auf Inklusion entwickeln.Genau dabei hat die Kindernothilfe jetzt drei Sportvereine begleitet. Gemeinsam mit dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) wurden die Ibbenbürener Kickers, der FSV Gerlingen und der Hammer SpVg für die Teilnahme ausgewählt. Ein Jahr lang wurde an dem Projekt gearbeitet - mit allen Beteiligten. Vor allem die Gespräche mit den Kinder und Jugendlichen nahmen einen großen Raum ein. Michael Thöne von der Hammer SpVg/SB.I-nklusion war davon begeistert: „Die Eltern fanden toll, dass die Kinder und Jugendlichen so intensiv mit in den Prozess eingebunden waren. Wir haben nun einen „Sack voll Wissen“, aus dem wir schöpfen können“. Elisabeth Brauer, die von der Kindernothilfe das Projekt begleitete, konnte da nur zustimmend nicken:"Alle Vereine haben in dem Jahr die Grundlagen geschaffen und müssen nun weiter daran arbeiten. Ein Schutzkonzept ist ein dynamischer Prozess und sie sind nun auf einem guten Weg“.

Elisabeth Brauer (li.) von der Kindernothilfe schaute beim gemeinsamen Treffen mt den Vereinen auch in die Zukunft.
Zusammen mit der Kindernothilfe und dem FLVW kamen die Vereine zum Abschluss der gemeinsamen Arbeit im SportCentrum zusammen. Zeit sich über den Prozess auszutauschen. Ein Schwerpunkt lag dabei darauf, wie das Projekt in den einzelnen Vereinen weitergeführt wird. Die zentrale Frage: Wie soll dein Verein im Bereich Inklusion und Kinderschutz in zwei Jahren aussehen. Dietmar Sonius, Inklusionsbeauftragter des FLVW brachte es auf den Punkt: "Wir sind dankbar für die Möglichkeit. Jetzt müssen wir schauen, wie wir die Erfahrungen und die einzelnen Schritte auch an unsere anderen Inklusionsvereine weitergeben können und die drei Vereine weiter begleiten."
