Quelle: FLVW
Alle Absolventinnen des sechsten Leadership-Programms für Frauen im SportCentrum Kaiserau
Die Teilnehmerinnen des sechsten Leadership-Programm für Frauen im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) haben jetzt ihre Abschluss-Zertifikate erhalten. Dazu trafen sie sich mit den beiden Präsidiumsmitgliedern Marianne Finke-Holtz und Andrea Bokelmann sowie den Kreisvorsitzenden im SportCentrum Kaiserau.
„Neue Impulse, um nicht eingefahren zu sein“, „endlich Gleichgesinnte“ und „echtes Handwerkszeug für die Vereinsarbeit und mehr“ – so beschreiben die Frauen, warum das Leadership für sie so wertvoll war. Eine von ihnen ist Ulrike Hibbeln-Sicken, Vorsitzende von der SV DJK Blau-Weiß Kleinenberg. „Wir haben große Herausforderungen vor uns. Bei uns im Dorf sind im vergangenen Jahr nur vier Kinder geboren worden. Da ist es schwer Mannschaften überhaupt zusammenzubekommen. Unsere A-Jugend besteht jetzt schon aus Spielern aus 16 Dörfern. Es wird immer schwieriger“, erzählt sie. Im Leadership haben sie viel gelernt, auch zum Thema Sichtbarkeit. „Auch der Austausch mit den anderen Frauen war super“, sagt die Vereinsvorsitzende. Jennifer Hörig vom TuS Rahm ergänzt: „Ich fand vor allem alles zum Veränderungsmanagement spannend. Ich kann die Dynamiken, die dann im Verein entstehen, viel besser verstehen. Das hilft sehr.“ Dabei kommt dann auch der Pinguin ins Spiel. Sie erzählt von dem Bild des Tieres, das in eine andere Richtung läuft, als alle anderen. Nach einer Zeit kommt erst ein weiterer, dann immer mehr Pinguine dazu. „So etwas dauert halt. Das musste ich lernen“, so Hörig.Bei der Zertifikatsübergabe trafen Teile der Absolventinnen des Programms erstmals auf die Vorsitzenden ihres Kreises. „Wir wollen gleich einen Kontakt zwischen Kreis und Teilnehmerinnen herstellen“, sagte Finke-Holtz, Vizepräsidentin Vereins- und Verbandsentwicklung, am Rande der Veranstaltung. „Schließlich geht es uns auch darum, unsere Gremien vielfältiger aufzustellen. Da wäre es schön, wenn es auch aus diesem Leadership-Programm Frauen gäbe, die eine Führungsposition im Verein, Kreis oder Verband übernehmen würden.“
Axel Zimmermann, Kreisvorsitzender aus Bochum, hat gleich zwei Absolventinnen dabei. „Ich bin davon überzeugt, dass eine gute Mischung förderlich für das Verbandswesen und unsere Arbeit ist. Bei uns ziehe ich das konsequent durch“, betont er, was die Bochumerinnen Antonia Goldmann und Christina Kreuger nickend bestätigen. „Ich bin bereits Kreiskassiererin. Auch wenn ich das Amt schon vor dem Leadership-Programm inne hatte, haben mir vor allem die Übungen sehr geholfen“, sagt sie und ergänzt, dass sie das Gelernte auch perfekt bei ihrer Arbeit einsetzen können.
Aktuell läuft die Ausschreibung für das siebte Leadership-Programm für Frauen im FLVW. Noch bis zum 31. März können sich Interessierte anmelden. Zwischen Oktober 2026 und April 2027 werden die Frauen an drei Terminen im SportCentrum Kaiserau auf Führungsrollen im Sport vorbereitet. Die Anmeldung ist ab sofort via Online-Formular möglich.