Quelle: DFB/Getty Images
Gemeinsam für mehr Sport und Bewegung an der Schule: Dafür starten der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und seine Landesverbände eine bundesweite Schulfußball-Tour. Im Zuge der Initiative „Jahr der Schule“ soll die Tour für regionale Highlight-Events sorgen, die Bedeutung von Bewegungsangeboten im Schulalltag noch stärker hervorheben und in die Breite tragen – insbesondere mit Blick auf den kommenden Ganztagsbetreuungsanspruch.
Bei jedem Tour-Stopp sollen sportliche, pädagogische und strukturelle Bausteine für ein attraktives Programm sorgen – idealerweise auch in Kooperation mit den ansässigen Profivereinen.Der erfolgreiche Start erfolgte bereits Anfang Februar in Stuttgart rund um das ausverkaufte Futsal-Länderspiel gegen Schweden in der Porsche-Arena. Dort nahmen auf Einladung des Württembergischen Fußball-Verbandes und des DFB im Vorfeld des Futsal-Länderspiels über 300 Lehrkräfte an einer Fortbildung des Kompetenzteams um Direktor Hannes Wolf teil, Grundschulkinder spielten ein großes 3-gegen-3-Festival und neben dem Platz vernetzten sich Vereine, politische Akteure und Landesverbände.
Das Konzept wird ganzheitlich mit den folgenden möglichen Bausteinen deutschlandweit ausgerollt:
- 3-gegen-3-Ballsportformate für Grundschulkinder nach dem Konzept der „Schule des Kleinfeldfußballs“
- Lehrkräfte-Fortbildungen, durchgeführt vom DFB-Kompetenzteam
- Politische Vernetzungstreffen zwischen Landesverbänden, Schulen, kommunal- und landespolitischen Akteur*innen, Stadt sowie lokalen Profivereinen
- Einbindung des DFB-Mobils mit Praxismaterialien und Trainingsmodulen
- Kooperationen mit Profivereinen, die zusätzliche Reichweite schaffen und teilweise als Ausrichtungsorte dienen
"Beste Möglichkeit für Kinder, Sport zu treiben"
DFB-Direktor Hannes Wolf sagt: „Wir brauchen ein gutes Sportangebot in unserer Gesellschaft. Das ist ein wichtiger Teil des Großwerdens. Die Schulfußball-Tour wird dazu beitragen, unsere Spielformen in der Schule bekannter zu machen und durch die Fortbildungen aufzuzeigen, wie niedrigschwellige Bewegungsangebote aussehen können. Das 3-gegen-3 ist kein Zaubermittel, aber es ist die beste Möglichkeit für Kinder, Sport zu treiben. Denn nur Spielen bildet Ganzheitlichkeit ab. Einfachheit ist der Schlüssel, vor allem in der Organisation Schule, damit die Umsetzung leicht möglich ist."
DFB-Direktor Hannes Wolf wirbt in den Schulen für die Kinderfußball-Speilformen [Foto: FLVW].
Um sowohl Kinder und Jugendliche als auch Schulen und den organisierten Breitensport mit seiner einzigartigen Vereinslandschaft fit für die Zukunft zu machen, engagiert sich der DFB mit seinen Verbänden mit vielfältigen Maßnahmen zur Bewegungsförderung. Durch Kooperationen zwischen Vereinen und Schulen im Rahmen des DFB-Programms „Gemeinsam am Ball“ sollen die Potenziale der Schulen und des organisierten Breitensports mit seinen knapp 24.000 Fußballvereinen bestmöglich verknüpft und aktiviert werden.
Teil des Masterplans Amateurfußball
Die Notwendigkeit, den Sport im Allgemeinen und den Fußball im Speziellen, stärker in der Schule zu verankern ergibt sich auch aus dem übergeordneten Ziel des Masterplans Amateurfußball, das weltweit einzigartige flächendeckende Netz von Fußballvereinen in Deutschland nachhaltig zu erhalten. Viele Landesverbände setzen daher über die Tour hinaus Pilotprojekte wie einen Bewegungspass für Kindergarten und Grundschule (Württemberg), Personalstellen zur Koordination zwischen Schule und Verein (Thüringen & Sachsen-Anhalt) oder lokale Lehrkräfte-Fortbildungen (in Bayern pro Regierungsbezirk) um.Prof. Dr. Silke Sinning, DFB-Vizepräsidentin für Bildung, Gesundheit und Safe Sport sowie Vorsitzende der Kommission Schulfußball, sagt: „Die Zeit, die Kinder an Schulen verbringen, hat zugenommen. Wir wollen im Hinblick auf den Ganztagsbetreuungsanspruch und den wissenschaftlich belegten Bewegungsmangel in unserer Gesellschaft Anstöße für dauerhafte Strukturen schaffen, die Sport und Bewegung an Schulen fördern. Bewegungsmangel ist ein zentrales Problem – für die Gesellschaft und den organisierten Sport. Die Schulfußball-Tour zeigt auf, wie Landesverbände, Politik und Vereine gemeinsam etwas bewegen können. Bewegungsangebote in der Schule sind ein bedeutender Baustein für gesunde und glückliche Kinder – und ein wichtiger Faktor für die Zukunftssicherheit unserer Vereine.“
Tourstopps 2026
Folgende Stopps der Schulfußball-Tour stehen bereits fest, weitere Termine werden gemeinsam mit den Landesverbänden fortlaufend bekanntgegeben:- 14. April 2026 – Hamburg (Hamburger Fußball-Verband) Lehrkräfte-Fortbildung in Kooperation mit dem Hamburger SV und dem FC St. Pauli
- 22. Mai 2026 – Potsdam-Babelsberg (Fußball-Landesverband Brandenburg) Schulfußball-Aktionstag rund um das Junioren-Pokalfinale
- 29. – 31. Mai 2026 – Bremen (Bremer Fußball-Verband) Schulfußball trifft Tag des Mädchenfußballs am Wochenende des Amateurfußballs
- 3. Juni 2026 – Köln (Fußball-Verband Mittelrhein) Schulfußball-Aktionstag auf den Vorwiesen im Vorfeld zum Länderspiel der Frauen-Nationalmannschaft am 5. Juni gegen Norwegen
- 13. Juni 2026 – Marburg (Hessischer Fußball-Verband) Lehrkräftefortbildung zur „Schule des Kleinfeldfußballs“ inkl. Talk im Rahmen der Hessischen Pokalfinalspiele der Juniorinnen und Frauen
