Quelle: FLVW
Premierensieg für die 40 Athlet*innen aus Westfalen in Berlin.
Bei der ersten Teilnahme am Norddeutschen Vergleichswettkampf der U16 hat die Leichtathletik-Auswahl des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) am vergangenen Wochenende gleich den Gesamtsieg gefeiert. Im Berliner Mommsenstadion setzte sich Westfalen mit 143 Punkten knapp vor der Auswahl Nordrhein (140) und Gastgeber Berlin (139) durch.
Besonders stark präsentierte sich die weibliche Auswahl, die mit 77 Punkten den Vergleich gewann. Die männliche Mannschaft belegte mit 60 Punkten Rang drei.Für das wohl größte Ausrufezeichen aus westfälischer Sicht sorgte goldgas Talent Ben Krome (LG Lippe-Süd). Der Nachwuchsathlet überzeugte gleich in zwei Wurfdisziplinen. Im Diskuswurf steigerte er seine persönliche Bestleistung deutlich auf 50,75 Meter und gewann den Wettbewerb mit mehr als sieben Metern Vorsprung. Auch im Kugelstoßen setzte Krome mit 18,01 Metern eine neue persönliche Bestmarke. Seine bisherige Bestleistung verbesserte er dabei um nahezu einen Meter. Beide Leistungen brachten ihm die Höchstpunktzahl für Westfalen ein. Auch im Speerwurf stellte Westfalen einen Sieger: Louis Claußnitzer (SV Brackwede) setzte sich mit 51,81 Metern gegen die Konkurrenz durch und steuerte damit weitere wichtige Punkte für die männliche Auswahl bei.
Bei den Mädchen war goldgas Talent Jette Berenbrinker im Speerwurf nicht zu schlagen. Die Athletin des LC Paderborn erzielte 41,69 Meter und verpasste ihre persönliche Bestleistung dabei nur um drei Zentimeter. Mit diesem starken Wurf holte sie einen weiteren Disziplinsieg für Westfalen. Grace Dorcas Boti (TV Wattenscheid) setzte im Diskuswurf ein Ausrufezeichen. Mit 39,66 Metern sicherte sie sich den Sieg und damit die maximale Punktzahl für die westfälische Mannschaft. Auf der Laufbahn überzeugte Johanna Hoffeins (LG Brillux Münster) über 800 Meter. In 2:16,48 Minuten lief sie zum Disziplinsieg. Insgesamt sammelte die weibliche Auswahl sechs Siege und legte damit die entscheidende Grundlage für den ersten Platz in der Gesamtwertung.
Mannschaftserfolg zum Einstand
Das besondere Format des Vergleichswettkampfs verlangte von den sieben teilnehmenden Landesverbänden – neben Westfalen waren Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein und Schleswig-Holstein am Start – nicht nur starke Einzelleistungen. Jede Disziplin floss direkt in die Mannschaftswertung ein, zusätzlich wurde eine 4x200-Meter-Mixed-Staffel ausgetragen. „Was mich besonders freut, ist die Geschlossenheit des Teams. Die Athletinnen und Athleten haben sich gegenseitig angefeuert und waren hochmotiviert. Genau das macht einen solchen Ländervergleich aus. Der Wettkampf und die Fahrt nach Berlin waren für unsere jungen Sportlerinnen und Sportler eine tolle Erfahrung – und für den FLVW ein starkes Signal für die Zukunft“, so Bernhard Bußmann, Vorsitzender des Verbands-Leichtathletik-Ausschusses.
Der Norddeutsche Vergleichswettkampf bot den U16-Athletinnen und -Athleten damit nicht nur die Möglichkeit, sich mit den besten Nachwuchskräften anderer Landesverbände zu messen, sondern auch wertvolle Erfahrungen im Wettkampf als Landesauswahl zu sammeln.

