Quelle: FLVW
Philipp Werner gibt Grundschülern der Maximilianschule in Hamm Einblicke in die Schiedsrichter-Tätigkeit
Oberliga-Schiedsrichter Philipp Werner besucht seit einigen Jahren die Maximilianschule im FLVW-Kreis Unna/Hamm, um den dortigen Grundschülern Einblicke in sein Hobby zu geben. Auch in diesem Herbst stand wieder ein Projekttag an, bei dem 15 interessierte Viertklässler teilgenommen haben.
„Ich würde sofort Rot geben!“ „Nein, warum!“ Ähnlich wie an den Stammtischen, gehen die Meinungen auch unter den Viertklässlern der Maximilianschule auseinander. Stein des Anstoßes: Schiedsrichter Philipp Werner zeigt verschiedene Szenen aus Spielen, die er selbst gepfiffen hat und lässt die Kinder die Situationen beurteilen. In diesem Fall stellt ein Spieler dem anderen ein Bein.
Fußball-Regelkunde in der Grundschule: Philipp Werner ist selbst Schiri und Lehrer [Fotos: FLVW].
Der Unparteiische aus dem FLVW-Kreis Unna/Hamm, selbst Lehrer an einer Gesamtschule, besucht seit einigen Jahren interessierte Grundschüler und bringt ihnen sein Hobby näher. Auch im Herbst dieses Jahres stand wieder eine Visite im Rahmen eines Projekttags an. 15 Jungen und ein Mädchen haben sich im Klassenzimmer eingefunden, um mehr über die Tätigkeit als Schiedsrichter zu erfahren. Im ersten Teil des Vormittags steht Theorie auf dem Programm. Dabei bespricht Werner, der Partien bis zur Oberliga Westfalen leitet, mit den Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Arten des Foulspiels und lässt sie bestimmte Situationen nachstellen. Im Anschluss werden verschiedene Spielsituationen auf dem Whiteboard gezeigt und beurteilt.
Handelt es sich um ein einfaches Foulspiel, sollte der Spieler mit der Gelben Karte bestraft oder sogar vom Platz gestellt werden? Philipp Werner versucht den Kindern Kriterien an die Hand zu geben, die ihnen helfen, die Situationen einzuordnen. Trotzdem werden die Szenen heiß diskutiert und es gibt unterschiedliche Auslegungen.

Im Praxisteil auf dem Schulhof wurden zu Übungszwecken auch Karten verteilt.
In der Folge brennen die Viertklässler darauf, das Gelernte in die Praxis umsetzen. Dazu geht es auf den Pausenhof. Es werden zwei Teams eingeteilt, einer darf das Spiel leiten, inklusive Pfeife sowie gelben und roten Karten. Nach ein paar Minuten wird gewechselt, so dass jeder mal die Spielleitung übernimmt. Insgesamt läuft die Partie sehr fair ab, die wenigen Foulspiele werden von den Nachwuchs-Schiris direkt erkannt. „Sie haben vieles richtig entschieden. Das haben sie wirklich gut gemacht“, so Philipp Werner. Und wie beurteilen die Grundschüler den Projekttag? Auf die Frage, wer sich vorstellen könnte, später auch mal Unparteiischer zu werden, schnellen direkt vier, fünf Hände nach oben. Nicht nur in dieser Hinsicht hat sich der Besuch vollends gelohnt.
