Quelle: Peter Middel
Blicken optimistisch ins kommende Wettkampf-Jahr: Falk Wendrich mit Trainerin Brigitte Kurschilgen.
Falk Wendrich (LAZ Soest) war zusammen mit seiner Trainerin Brigitte Kurschilgen zu Gast im SportCentrum Kaiserau. Der diesjährige DLV-Ranglisten-Erste im Hochsprung erklärte im Rahmen einer Talkrunde, die FLVW-Vizepräsident Peter Westermann moderierte, dass er seinen Einstand in die Hallensaison wie in den Vorjahren wieder beim internationalen Hochsprung-Meeting am 11. Januar 2026 in Clarholz geben wird.
Dort meisterte der 30-Jährige bei der letzten Flug-Show lediglich 2,02 Meter. Dennoch war er mit dieser Höhe zufrieden, denn hinter ihm lag wegen eines Kreuzbandrisses im Sprungbein eine 15-monatige Wettkampfpause. In gut drei Wochen wird der Soester auf jeden Fall deutlich höher springen, denn er fühlt sich nach dem erfolgreich verlaufenen Trainingslager des DLV in Stellenbosch (Südafrika) in einer vielversprechenden Verfassung.Nach einer „Saison der Rückkehr“, die er am 28. September bei den Soester Stadtmeisterschaften mit der deutschen Jahresbestleistung von 2,28 Meter abschloss, zeigt sich der frühere U20-Vize-Weltmeister (2012) wieder hochmotiviert. Seit 2017 liegt seine persönliche Bestleistung bei 2,29 Meter, die er bei der Universiade in Taipeh meisterte. „Wir Menschen lieben ja runde Zahlen, weil die sich einfacher merken lassen. Da bleibt mir im kommenden Jahr nichts anderes übrig, als die 2,30 Meter zu meistern, und ich weiß, dass ich das Potenzial für diese Höhe habe", betonte Falk Wendrich in weihnachtlicher Runde.
EM in Birmingham als nächstes Ziel
Für ihn sei es wichtig, in den kommenden Monaten kontinuierlich und verletzungsfrei trainieren zu können. „Die vielen Ziele, die ich mir vorgenommen habe, werden sich dann automatisch erfüllen. Ich gehe davon aus, dass mein Kontingent für schwere Verletzungen inzwischen ausgeschöpft ist". Sein vorrangiges Ziel im kommenden Jahr sind die Europameisterschaften in Birmingham, bei denen die Norm bei 2,27 Meter liegt. „Diese Höhe liegt absolut im Rahmen meiner Möglichkeiten. Zudem möchte ich mich gerne für die Hallen-Weltmeisterschaften in Torun qualifizieren,“ erklärte Falk Wendrich. Langfristig bilden die Olympischen Spiele in Los Angeles sein großes Ziel. Darauf wird er in Zukunft alles ausrichten.Seine Trainerin Brigitte Kurschilgen traut ihrem Schützling noch viel zu: „Falk hat aufgrund seiner vielen Verletzungen, die er sich im Laufe seiner Karriere zugezogen hat, nicht das Trainingsalter, was seinem tatsächlichen Alter entspricht. Wenn er 2026 da anfängt, wo er in diesem Jahr aufgehört hat, bin ich recht zuversichtlich, dass er seine hochgesteckten Ziel,die natürlich auch meine Ziele sind, erreicht.“
[Peter Middel]
